| Der Chinchilla |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Freitag, den 23. April 2010 um 10:51 Uhr |
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AllgemeinesEigentliche Chinchillas erreichen eine Kopfrumpflänge von 22 bis 38 Zentimeter und eine Schwanzlänge von 7,5 bis 15 Zentimetern. Weibchen sind schwerer und können 800 Gramm erreichen, während die kleineren Männchen nur rund 500 Gramm auf die Waage bringen. Sowohl Vorder- als auch Hinterpfoten enden in vier Zehen, die mit schwachen Krallen versehen sind. Das seidige Fell ist sehr dicht und weich; es ist blaugrau oder bräunlich gefärbt, der Bauch und die Innenseite der Pfoten sind weiß. Üblicherweise hat jedes Haar eine schwarze Spitze. Sie haben ein außerordentlich dichtes Fell — mit mehr als 20.000 Haaren pro cm² zählt es zu den dichtesten aller Landbewohner. Die Haare selbst sind etwa 30x dünner als Menschenhaar. Das Fell erhält seine besondere Dichte, da aus einer Haarwurzel bis zu 60 einzelne Wollhaare entspringen. Der buschige Schwanz ist an der Oberseite mit langen, rauen Haaren besetzt. Der Kopf ist breit, die Ohren sind groß und die Augen schwarz. Das Gebiss der Eigentlichen Chinchillas gleicht dem der übrigen Meerschweinchenverwandten. Das bleibende Gebiss hat 20 Zähne, die Zahnformel lautet I1/1-C0/0-P1/1-M3/3. Wie bei allen Nagetieren sind die Schneidezähne als Nagezähne ausgebildet und die Eckzähne fehlen. Alle Zähne der Chinchilla sind wurzellos. Sie haben eine zum Zahnfach hin offene Zahnhöhle und wachsen zeitlebens. Der Zahnwechsel vom Milch- auf das bleibende Gebiss findet bereits im Mutterleib vor der Geburt statt. Unterschiede zwischen den Arten
Vergleich zwischen beiden Arten
Verbreitung und LebensraumEigentliche Chinchilla bewohnen die Andenregion im westlichen Südamerika. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Kurzschwanz-Chinchillas umfasste das südliche Peru, das westliche Bolivien, das nordwestliche Argentinien und das nördliche Chile, die Langschwanz-Chinchillas kommen nur im nördlichen Peru vor. Lebensraum dieser Tiere sind felsige Gebirgsregionen in Höhen zwischen 3000 und 5000 Metern. LebensweiseDiese Tiere sind eher dämmerungs- oder nachtaktiv, tagsüber ziehen sie sich in Felsspalten und Höhlen zurück. Sie leben – zumindest früher – in Gruppen von bis zu 100 Tieren zusammen, die Weibchen sind das dominante Geschlecht und gegenüber anderen Weibchen aggressiv. Es wird häufig behauptet, diese Tiere seien monogam, dafür gibt es jedoch keine Belege. Eigentliche Chinchillas sind Pflanzenfresser, die jede verfügbare Art von Vegetation zu sich nehmen. Beim Fressen setzen sie sich oft aufrecht hin und halten die Nahrung mit den Vorderpfoten. Fortpflanzung
Freilebendes Langschwanz-Chinchilla
Eigentliche Chinchillas und MenschenSchon von den Inka wurden die Eigentlichen Chinchillas wegen ihres Felles gejagt. Die europäischen Neuankömmlinge in Amerika setzten diese Bejagung fort; intensiviert wurde sie durch die Kommerzialisierung im 19. Jahrhundert. So wurden beispielsweise um 1900 jährlich 500.000 Chinchilla-Felle aus Chile exportiert. Diese Bejagung führte Anfang des 20. Jahrhunderts zum Einbruch der Populationen. 1910 schlossen Chile, Bolivien, Peru und Argentinien einen Vertrag, der die verbleibenden wildlebenden Tiere unter Schutz stellen sollte. Die Abgeschiedenheit der Rückzugsgebiete dieser Tiere erschwert die Umsetzung von Schutzmaßnahmen und der durch die Seltenheit der Tiere bedingte hohe Preis war ein weiterer Anreiz für Wilderer.
Chinchilla als Heimtier
Mutationschinchilla der Farbe Ebony Velvet
Die Situation der freilebenden Population ist weiterhin kritisch. Zwar sind die Bestände in Südamerika heute vollkommen geschützt, es wird aber vermutlich immer noch gewildert. Auch die Zerstörung des Lebensraums stellt eine Bedrohung dar. Bei beiden Arten sind laut Schätzungen der IUCN die Bestände in den letzten 15 Jahren um über 90 Prozent zurückgegangen, beide Arten werden darum als „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered) eingestuft. SystematikEs werden zwei Arten der Eigentlichen Chinchillas unterschieden: das
Beide Arten sind sich relativ ähnlich und werden manchmal zu einer einzigen Art zusammengefasst. Da Funde wildlebender Tiere, insbesondere des Kurzschwanz-Chinchillas, sehr selten sind, ist es umstritten, inwieweit sich die wildlebenden Populationen tatsächlich unterscheiden. Die nächsten Verwandten der Eigentlichen Chinchillas sind die Hasenmäuse oder Bergviscachas (Lagidium). Gemeinsam mit diesen und dem Viscacha bilden sie die Familie der Chinchillas (Chinchillidae) innerhalb der Nagetiere. Literatur
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. April 2010 um 10:55 Uhr |





